» Autoversicherung: Splinter Ist Aus Einem Anderen Holz Geschnitzt

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Autoversicherung: Splinter ist aus einem anderen Holz geschnitzt

Splinter heißt soviel wie Splitter und dahinter steckt der Anhaltspunkt zum Geheimnis eines ganz neuen Autotyps aus Amerika. In der Tat ist man nicht auf dem Holzweg, wenn man vermuten würde, dass die Entwicklung dieses Erlkönigs eine bahnbrechende Innovation darstellt - wenn auch mit verschwindend wenig Chancen auf eine Serienherstellung.

Normalerweise werden Supersportler aus Kohlefaser oder Alu hergestellt, aber Joe Harmon hat Holz als Werkstoff eingesetzt. Die Karosse und das gesamte Fahrwerk sind komplett aus Holz geformt. Der jetzige Prototyp ist das Resultat systematischen Ausprobierens. Dazu waren Unmengen an Holz notwendig, aber wo gehobelt wird, fallen eben Späne.

Der Splitter ist eigentlich die Abschlussarbeit einiger Studenten der North Carolina State University. Sie sagen allerdings, sie hätten dieses Auto nicht entworfen, um die Erde zu retten oder das Bewusstsein der Leute für die Umweltpolitik zu schärfen. Ihnen ging es vielmehr darum, die Grenze dieses Materials auszuloten. Der Splitter kann bis auf 190 mph beschleunigen und innerhalb drei Sekunden fährt er mit 60mph.

Der Splitter wiegt 1.100 kg und soll im Endstadium eine Länge von 4.43 Meter haben. Außer den Reifen (Michelin-Pneus) besteht der Wagen fast im Ganzen aus Holz - selbst die hochglanzpolierten Radspeichen sind aus Nussbaumholz. Die Studenten haben einen konventionellen 4,6 V8 Liter Antrieb ins Auto eingesetzt. Der manuelle Sechsgang-Betrieb, die zwei Kompressoren und der Luftkühler sind ebenfalls Standardbauteile und unter der Haube sind nur die Zylinderkopfdeckel aus Holz gefertigt.

Der Splitter taucht demnächst weltweit in vielen Gewerbeausstellungen auf, wo er jedoch lediglich als Kuriosum dient. Natürlich zieht es kein Autohersteller ernsthaft in Erwägung, ein solches Auto serienmäßig zu bauen, da es zu risikoreich ist. Auch ein flammenhemmendes Mittel gewährleistet keinen vollständigen Schutz bei so viel Holz.

Eine Autoversicherung wäre undenkbar, denn keine Gesellschaft würde den Splinter mit der Feuerzange anfassen. Und ohne Kfz Versicherung darf keiner auf die Straße. Und so können Porsche und Lamborghini aufatmen, denn der Splinter wird denen kaum zum Dorn im Auge.

21.2.2008

About the author Mark Lauterwein

Mark Lauterwein is a UK based writer. He is currently writing articles on a variety of subjects.

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